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Anforderungen und Initiativen für eine umwelt- und klimaschonende sozialverträgliche Verkehrsentwicklung in der Stadt Straubing

Attraktive Innenstadt Straubing

Der VCD hat - mit Erfolg, wie die bereits abgeschlossenen Projekte - die ersten waren Burggasse und Albrechtsgasse - zeigen, die Sanierung der Stadtplatzseitengassen wieder in die öffentliche Diskussion gerückt. Niveaugleiche ansprechende Pflasterbeläge heute statt Mini-Bürgersteige gestern - der Einsatz hat sich insbesondere für den Fußgängerverkehr gelohnt. Seither hat die Stadt fast alle Stadtplatzseitengassen in diesem Sinne umgestaltet- es stehen noch an der nördliche Teil der Simon-Höller-Strasse und die Ost-West-Stadtplatzparallele Fürstenstrasse / Spitalgasse / Unterm Rain an, in der auch eine Durchgängigkeit für den Radverkehr in West- Ost-Richtung wichtig und sinnvoll wäre.

Weitere Erweiterung der Fussgängerzone am Theresienplatz

RadlerInnen sollen neue Rechte rücksichtsvoll wahrnehmen

Die bisherigen Erweiterungen der Fussgängerzone wurden vom VCD jeweils begrüsst und unterstützt - das gilt auch für den aktuellsten Schritt zum 19.Juli 2014 am Theresienplatz zwischen Dreifaltigkeitssäule und Jesuitengasse:

Zum Beginn der Probephase der erweiterten Fussgängerzone appelliert der VCD an alle RadlerInnen, ihre neuen Rechte zum ganztägigen Befahren rücksichtsvoll wahrzunehmen. Der VCD begrüsst die Probephase der erweiterten Fussgängerzone der Erweiterung der Fussgängerzone am Theresienplatz und die dazu vorgesehene einjährige Probephase als Gewinn an Aufenthaltsqualität, Stärkung der Innenstadt und als erhöhte Wertschätzung den Fussgängern gegenüber. Deren Sicherheit müsse auch bei dem ab Samstag erlaubten ganztägigen Radeln gewährleistet werden. RadlerInnen sollten dieses Recht durchaus selbstbewusst, aber stets rücksichtsvoll wahrnehmen und die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit einhalten. Es dürften keine Fussgänger verängstigt oder gar gefährdet werden, dann sei die Erweiterung ein Zugewinn für beide Gruppen der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer. Es sei klar, dass Rasen und Rowdytum nicht geduldet werden könne, dies gelte für Radl-Rowdys nicht weniger als für rowdyhafte Autofahrer, die oft das Radeln vermiesen. Der VCD freut sich somit, wenn Fussgänger und RadlerInnen künftig im Innenstadtbereich mehr Möglichkeiten haben, sich sicher und unbeeinträchtigt von zuviel motorisierten Verkehr fortbewegen können. Gerade weil in der Stadtplatzparallele Unterm Rain / Spitalgasse / Fürstenstrasse eine wichtige und sinnvolle Durchgängigkeit für den Radverkehr in West- Ost-Richtung noch fehlt, die jeglichen Um- oder Ausbaumassnahmen in dieser kleinräumigen "Nordtangente" berücksichtigt werden sollte und statt Autostellplätzen zumindest zwischen Kinseherberg und Gaststätte "GUR" durch einen Radstreifen entgegen der Einbahnrichtung relativ leicht zu realisieren wäre.

Höhere Aufenthaltsqualität für Bahnhofstrasse!

Eine höhere Aufenthaltsqualität sollte auch Ziel für die Bahnhofstrasse sein und diese fussgänger- und fahrradgerecht ausgebaut werden. Mit dem bisherigen Charakter als Durchgangsstrasse fehlen ihr diese positiven Eigenschaften, die ihr. auch als Geschäftsstrasse gut tun würden. Sie sollte für Radler gut erreichbar und befahrbar sowie für Fussgänger bequem begehbar sein, also attraktiv nicht nur zum "Durchhuschen", sondern auch zum Durchschlendern und Verweilen eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.

Für Radfahrer etwa, die von der Bahnhofstrasse Richtung Steinergasse / Steiner-Thor-Platz fahren wollen, fehlt bisher sogar eine Aufstellfläche oder ein Radstreifen, der zur Radfahrer-Ampel führt. Bisher müssen Radler entweder rechts von der Rechtsabbiegerspur auf dem Gehweg auf die Ampel warten oder aber auf der Linksabbiegespur, obwohl sie ja geradeaus wollen. Dies sollte baldigst behoben und beim Ausbau der Bahnhofstrasse diese entweder als Fahrradstrasse ausgewiesen bzw. jedenfalls schon baulich auf ein möglichst niedriges Geschwindigkeitsniveau hin als verkehrsberuhigter Bereich ausgestaltet werden. Vielleicht im Sinne der neuen Planungsphilosophie eines "gemeinsam genutzten Raumes (Shared Space)", nach der vom Verkehr dominierter öffentlicher Straßenraum lebenswerter, sicherer und die Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt werden sollen.

Unter solchen Voraussetzungen könnte dort auf eigene Radverkehrsanlagen verzichtet und trotzdem die Radwegelücke der vielberadelten und wichtigen Süd-Nord-Verbindung zwischen Steiner-Thor-Platz und Landshuter Strasse akzeptabel geschlossen werden. Wo die Radwege allerdings dringend radlertauglich auszubauen wären, ist an der Kolbstrasse südlich der Pestalozzistrasse bis zum Bahnhof. Und: Eine bessere Aufenthaltsqualität ist natürlich auch für den Viktualienmarkt mehr als wünschenswert.