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Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit

VCD fordert Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts. Mehr dazu beim VCD-Bundesverband: http://tempo30.vcd.org/

openPetition: Für Tempo 30 in Göttingen

Mehr Tempo 30 auf Göttinger Straßen fordert die Internet-Unterschriftensammlung, die sich unter https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-tempo-30-in-goettingen an Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler wendet.

Tempo-30-Bremsbahnen

Für Verkehrssicherheitsaktionen, Straßenfeste und ähnliche Veranstaltungen stellt der Kreisverband Bremsbahnen zur Verfügung, mit denen der Anhalteweg bei Tempo 30 und Tempo 50 visualisiert wird, siehe Foto vom Weltkindertag.

Außerdem vermietet der VCD Lärmmessgeräte mit Anleitung und umfangreichen Materialien.


Pressemitteilung vom 2. Februar 2009

VCD fordert Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts

Der VCD Göttingen / Northeim fordert angesichts des tödlichen Unfalls in der Kiesseestraße die Einrichtung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts. Nur die wichtigen Hauptstraßen können davon ausgenommen sein und mit 50 km/h befahren werden dürfen.

Tempo 30 kann Leben retten

Die Vorteile von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit sind unbestritten: Die Zahl der Unfälle sinkt um mindestens 20 Prozent, wie Untersuchungen zeigen. Es ist eine Binsenweisheit, es kann Leben retten: Je langsamer ein Auto fährt, desto kürzer ist der Anhalteweg. Bei 50 km/h beträgt der Anhalteweg fast 28 Meter. Bei Tempo 30 kommt ein Auto dagegen schon nach 13 Metern zum stehen. Die Wucht des Aufpralls steigt überdies im Quadrat der Geschwindigkeit. Die Folge: Bei Tempo 50 enden acht von zehn Unfällen mit Fußgängern tödlich. Bei Tempo 30 sterben zwei bis drei von zehn Angefahrenen.

Die durch Tempo 30 erreichte Unfallrisikominderung ist am stärksten bei den nichtmotorisierten Verkehrsarten. Fußgänger, Radfahrer, ältere Menschen, Behinderte und insbesondere Kinder werden durch Tempo 30 besser geschützt!

Für alle Verkehrsteilnehmer übersichtlicher

Ein positiver Nebeneffekt wäre, dass Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit im Stadtgebiet den Schilderwald lichten würde: Nur die auszunehmenden Tempo 50-Straßenzüge wären zu kennzeichnen. Der in Göttingen politisch entstandene, völlig unübersichtliche Flickenteppich von Tempo-30-Zonen, Tempo-30/50/60-Straßen würde somit verschwinden. Es würde für alle Verkehrsteilnehmer übersichtlicher werden. Intelligente Ampelschaltungen könnten dafür sorgen, dass insbesondere der Busverkehr keine nennenswerten Fahrzeiteinbußen erfährt.

Es besteht Handlungsbedarf

Der VCD fordert die Stadt auf, endlich zu handeln. Es ist beklemmend, dass immer erst etwas passieren muss, bevor Verwaltung und Politik reagieren.

Die Verkehrsplanung in Göttingen darf nicht länger aus der Windschutzscheibenperspektive entschieden werden. Die  nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer dürfen nicht die Leidtragenden dieser Planung sein.

Benjamin Bock, 2. Februar 2009