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Südspange Göttingen

Vom 25. Mai 2010 bis zum 14. Juni 2010 war die Bürgerbefragung. Alle stimmberechtigten Göttinger Bürger wurden schriftlich befragt:

Soll die Stadt Göttingen eine Umgehungsstraße
(„Südspange“) zwischen der B27 und der
Ortsumfahrung Rosdorf bauen ?

Ergebnis: 60,7% stimmten mit Nein. Details dazu auf der Website der Stadt Göttingen.

SPD und Grüne wollen sich an das Ergebnis halten. Das hatten sie für den Fall von mindestens 20% Wahlbeteiligung versprochen, die überraschend hohe Wahlbeteiligung lag sogar bei 40,2%.

Planung und Bau der 1,7 km langen Südspange hätte 7 bis 8 Millionen Euro gekostet, davon hätte die Stadt 3 Millionen Euro aufbringen müssen.

Sommerfest am Sandweg

Am Sonntag, den 6. Juni 2010 war von 11-15 Uhr das Sommerfest am Sandweg zur Südspange, das von den Befürwortern im Rat (Fraktionen von SPD, CDU und FDP) organisiert wurde. Der VCD informierte dort über die Nachteile der Südspange und emissionsarme Alternativen für umwelt- und klimafreundlichen Verkehr.

Alternativen zur Südspange

Löst die Südspange das Feinstaubproblem?

Nein, sie verschärft es. Sie verursacht mehr Verkehr in der Berliner Straße und Groner Landstraße, was die dortigen Grenzwertüberschreitungen bei Feinstaub und Stickstoffdioxid erhöht. In den entlasteten Geismarer Bereichen gibt es schon bisher keine Überschreitung.

Quelle: Verkehrsprognose zur Südspange sowie Karten 1 und 2 des Luftreinhalteplans, jeweils herausgegeben von der Stadtverwaltung Göttingen.

Wo fehlt das Geld?

Planungsunterlagen

Umfangreiche Pläne und Einschätzungen zur Südspange hat die Stadtverwaltung Göttingen veröffentlicht:

Es sind PDF-Dateien, siehe Hinweise zum Lesen von PDF-Dateien.

Die Bürgerinitiative Göttinger Süden begründet ihre Ablehnung der Südspange.

Pressemitteilung vom 19. Juni 2009

Angesichts der Südspangeneuphorie verlangt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) finanzielle Gleichberechtigung für die umweltfreundlichen Verkehrsmittel. "Wann werden die im Verkehrsentwicklungsplan 2000 versprochenen Maßnahmen endlich umgesetzt, insbesondere die flächendeckende Fußwegenetzplanung, das Mängelkataster des Radwegenetzes und die Verbesserung des Busnetzes statt Linienstreichung?" fragt Julian Ladisch, Vorstandsvorsitzender des VCD-Kreisverbandes Göttingen/Northeim.

Der VCD spricht sich gegen die Südspange aus, da die Nutzer umweltfreundliche Verkehrsmittel von der Südspange Nachteile haben. 107 der 470 Mitglieder des VCD-Kreisverbandes wohnen im Umkreis von Straßen, für die es im Verkehrsgutachten der Stadt zum Südspangenbau Prognosen gibt. Bei 53% sind es Straßen mit Verkehrszunahme, bei 15% ohne Verkehrsänderung, nur bei 32% mit Verkehrsabnahme.

Stellungnahmen

Das Göttinger Onlinemagazin goest.de hat Südspangen-Stellungnahmen verschiedenster Gruppen veröffentlicht, darunter auch die VCD-Pressemitteilung zur Ortsumgehung Waake und Südspange.

Der SPD-Stadtverband spricht sich für Südspange aus. Das hat er am 3. Juni 2009 beschlossen. Da CDU und FDP Südspangenbefürworter sind, gab es bei der Abstimmung im Rat am 17. Juni 2009 ab 18 Uhr eine Mehrheit für die Südspange.

Mit dem Transparent „Rad & Bus statt Spangen-Stuss“ und „Neue Räder braucht das Land“ hat der VCD vor dieser Ratssitzung vor dem Neuen Rathaus Stellung bezogen.

Die Zustimmung der Grünen ist jedoch für die Finanzierung nötig, da es ein Haushaltsbündnis aus SPD und Grünen gibt. So kam es zur Bürgerbefragung.

Keine vollständige Südumgehung

Der folgende Text stammt aus dem Blick vom 10. Dezember 2008 Seite 18:

Zu aktuellen Themen wie dem geplanten Bau der Südspange in Geismar, der Ansiedlung von Ikea und einem möglichen Investitionsstau in Göttingen äußerte sich Göttingens Baudezernent Thomas Dienberg in einem BLICK-Inverview, das Redaktionsleiter Gerd Goebel mit ihm führte.

BLICK: Es scheint nun Bewegung in die Diskussion um den Bau der Teilumgehung Südspange Geismar zu kommen. [...]

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BLICK: Müsste nicht auch die gesamte Südumgehung in einem Rutsch gebaut werden, um vor allen Dingen den Verkehr aus dem östlich-südlichen Kreisgebiet Gleichen, Friedland, Eichsfeld zu entlasten?

Dienberg: „Nein. Dafür haben sich die Rahmenbedingungen geändert, insbesondere, was die Entwicklung im Bereich der Anschlussstelle Mengershausen angeht.”

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