Startseite Suche Sitemap
 

Ortsumgehung Waake

Der Spatenstich für die Ortsumgehung Waake war am 19. März 2010. Unter dem Motto „Klimaschutz statt Millionenpiste!“ hat sich Julian Ladisch, Vorstandsvorsitzender des VCD-Kreisverbands Göttingen/Northeim, in die Umgehungsgegner eingereiht, wie im Bericht des Göttinger Tageblatts zu sehen ist.

Auch der Verein „Kein OU Waake e.V.“ war mit Transparenten vertreten:



VCD fordert: Statt Straßen-Neubau Verkehrsinfrastruktur sanieren

Pressemitteilung vom 24. Januar 2009

Der VCD ruft die Akteure der beiden großen Parteien, insbesondere Herrn Thomas Oppermann (SPD, MdB), und die Damen und Herren der "Senioren Union" auf, ihre vorgestrigen Vorstellungen von einer vermeintlich volksbeglückenden Verkehrsplanung endlich aufzugeben. Die Zeit ist reif dafür. Die Bürgerinnen und Bürger haben kein Verständnis mehr für eine Politik, die den aktuellen gesellschaftlichen Erfordernissen nicht gerecht wird.

Keinen blinden Aktionismus

Die politischen Akteure dürfen nicht die Konjunktur- und Finanzkrise zum Anlass nehmen, um in blinden Aktionismus zu verfallen. Die Mittel aus dem Konjunkturprogramm des Bundes sollten nicht in die Verwirklichung unsinniger Straßen-Neubauprojekte wie bei Waake oder im Süden der Stadt Göttingen gesteckt werden. Vielmehr sollte nach Ansicht des VCD die vorhandene Verkehrsinfrastruktur saniert werden.

Der Ausbau und die Reparatur von Fuß- und Radwegen sowie die Förderung des Bus- und Bahnverkehrs muss dabei nicht zuletzt hinsichtlich der drohenden Klimaerwärmung oberste Priorität haben. Das wäre eine Politik der Nachhaltigkeit, die auch die Interessen nachfolgender Generationen im Blick hat.

Ein schon lange überfälliges Projekt wäre der Ausbau der Bodenfelder Bahnstrecke für Tempo 80, hierin eingeschlossen die Beseitigung gefährlicher Überwege.

Verkehrsaufkommen wird abnehmen

Die Befürworter der Waaker Ortsumgehung verschließen nach Ansicht des VCD ihre Augen vor wichtigen Fakten:

Aufgrund des demografischen Wandels sinkt die Bevölkerungszahl, gerade im südniedersächsischen Umland. Die Planungen für Waake gingen in den 1990er Jahren von einem täglichen Verkehrsaufkommen von 20.000 Fahrzeugen aus. Die letzte Zählung des Landkreis Göttingen ergab, dass schon heute nur noch 14.000 Fahrzeuge pro Tag den Ort passieren. Bedenkt man außerdem, dass die Zahl derer zunimmt, die Fahrgemeinschaften bilden, Car-Sharing oder den ÖPNV nutzen, so muss erst recht nach dem Sinn und der Berechtigung für die angedachte Geldverschwendung gefragt werden.

Den von Lärm und Abgasen geplagten Waaker Einwohnern ist zunächst auch mit einfacheren Maßnahmen, wie z.B. einer intelligenten Ampelsteuerung zur Vermeidung von Staus geholfen. Die Entwicklung neuer, innovativer und umweltfreundlicher Fahrzeug-Antriebstechnik wird mittelfristig auch in Waake für saubere Luft und ruhigen Schlaf sorgen.

Der VCD fordert nachdrücklich:

Keine Geldverschwendung in Wahlkampfzeiten!

Andere Prioritäten festlegen!

Martin Odernheimer, Benjamin Bock