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Luftreinhalteplan Göttingen



Die Daten der Messstation in der Bürgerstraße (rechts im Bild) ergeben Überschreitungen der Grenzwerte bei Stickstoffdioxid und Feinstaub.


Aus dem Luftreinhalteplan ergibt sich, dass die Gotmarstraße mit 45,7 µg/m³ und die Zindelstraße mit 45,5 µg/m³ die Straßenabschnitte mit der höchsten Stickoxidbelastung beim Jahresmittelwert sind. Der Grenzwert liegt bei 40 µg/m³. Der Stadtrat hat die Reduktionsmaßnahmen Neukauf von Bussen sowie Verkehrsverstetigung beschlossen. Dafür wurde eine Reduktion um 2,1 µg/m³ bzw. 2,4 µg/m³ prognostiziert, sodass weiterhin der Grenzwert überschritten wird. Stickoxide führen in Göttingen zu größeren Überschreitungen als Feinstaub.

Die Stadt Göttingen hat Entwürfe ihres Luftreinhalteplans veröffentlicht:

Es handelt sich um PDF-Dateien, siehe Hinweise zum Lesen von PDF-Dateien.

Am 4. November 2008 gab es dazu eine öffentliche Bürgerinformation, Bürger konnten bis 10. November 2008 Stellung nehmen, die Stellungnahme des VCD ist als PDF-Datei im Web.

Am 5. Dezember 2008 hat der Rat den Luftreinhalteplan vom 17. November 2008 beschlossen, also ohne Umweltzone. Damit ist es laut Luftreinhalteplan wahrscheinlich, dass in Göttingen in den Jahren 2010 und/oder 2011 der Stickoxidgrenzwert an zwei Streckenabschnitten überschritten wird.

Umweltzone

Für die vom Rat abgelehnte Umweltzone hat der Luftreinhalteplan berechnet: Busneukauf mit Umweltzone bringt eine zusätzliche Reduktion um 2,2 µg/m³ gegenüber Busneukauf ohne Umweltzone. Dieses Minderungspotential kann jedoch nicht vollständig ausgeschöpft werden, da es Ausnahmegenehmigungen geben wird. Die Ratsmehrheit und die Verwaltungsspitze gehen von nur geringer Ausschöpfung aus und haben die Umweltzone deshalb abgelehnt.

Inzwischen liegt für die Berliner Umweltzone eine Wirkungsanalyse vor: Die Ausschöpfung bei Stickoxiden beträgt dort 89 %. Deshalb hat der VCD einen neuen Antrag auf Einrichtung einer Umweltzone in Göttingen gestellt, siehe Bericht des Göttinger Tageblattes. und Tagesordnungspunkt Ö 14.3 der Ratssitzung vom 11. September 2009.


Das Schaubild stellt die größten Grenzwertüberschreitungen bei Stickoxiden im Jahr 2011 dar, sowie mögliche Minderungsmaßnahmen. Die Daten stammen aus dem Luftreinhalteplan.