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 Veröffentlicht am 17.02.2011


Verbände enttäuscht über das Gutachten

Ablehnung der Bahnhöfe Speckenbüttel und Langen kritisiert - Grünen Umweltsenator kritisiert

Bremerhaven/Bremen. Die Planungen für die Einrichtung der neuen Bahnhaltepunkte Bremerhaven-Speckenbüttel und Langen müssten eingeleitet werden. Das fordern der Verkehrsclub Deutschland (VCD), das Nord-Süd-Forum, der Fahrgastverband Pro Bahn und der Fahrgastbeirat des Verkehrsverbundes (VBN).

Die Verbände reagierten enttäuscht auf das Gutachten, das Baustadtrat Volker Holm (CDU) der Stadtverordnetenversammlung zu den zusätzlichen Haltestellen im Norden zur Kenntnis gegeben hatte. Das soll Grundlage für das von allen Parteien gewollte Umsteigen vom Auto auf die Schiene sein. Das den Verbänden jetzt vorliegende Gutachten, in dem im Auftrag der Stadt Bremerhaven und des Landes Bremen neue Zugangsstellen für den Schienenverkehr in Bremerhaven untersucht wurden und keine Empfehlung zum Bau gegeben wurde, sei „wenig hilfreich“. So seien in dem Papier Reaktivierungsvarianten von vorn herein ausgeschlossen worden und keine Aussagen zu Verlagerungseffekten vom Auto auf die Bahn zu finden. Die vier Verbände planen nunmehr einen Runden Tisch mit den politischen Parteien in Bremerhaven und Langen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

„Hätte man die in dem Bahnhofsgutachten unterstellten Randbedingungen bei der Farge-Vegesacker-Eisenbahn zur Grundlage genommen, wäre die Strecke nie reaktiviert worden“, sagt der VCD-Vorsitzende Jens Volkmann. „In Bremen-Nord sind bei einem vergleichbaren Einwohnerpotenzial gleich sieben neue Bahnhaltepunkt entstanden“.

Dr. Günter Matthiessen vom Nord-Süd-Forum ergänzt: „Man gibt sich sehr kreativ im Erklären von Stationsvarianten, die nicht funktionieren. Das war aber nicht der Auftrag. Wir wollten wissen, welche Kundenpotenziale für die Bahn neu erschlossen und wie viel Autofahrten damit ersetzt werden können.“

Für Dr. Jürgen Klimpel, Landesvorsitzender von Pro Bahn Bremen, steht die Vernetzung zwischen dem Schienenverkehr und dem straßengebundenen Öffentlichen Verkehr im Vordergrund. Diese könne mit den neuen Bahnhöfen Bremerhaven-Speckenbüttel und Langen verbessert werden. Corinna Hagedorn, Sprecherin des VBN-Fahrgastbeirates, erinnert an das von Verkehrssenator Loks ausgegebene Ziel, „mit der neuen Regio-S-Bahn auf ausgewählten Strecken bessere Anbindungen und mehr Haltestellen zu schaffen“.


Quelle: Nordsee-Zeitung - Lesen Sie den Artikel nach unter: NZ online

Die Veröffentlichung geschieht mit freundlicher Genehmigung der NORDSEE-ZEITUNG GmbH, Bremerhaven