Startseite Suche Sitemap
 

Veröffentlicht am 03.11.2009


Historischer Bahnhof erstrahlt in neuem Glanz

SCHIENENVERKEHR Bauarbeiten in Bremerhaven bis 2010 – Kammer kritisiert nach wie vor fehlende ICE-Verbindung

GEARBEITET WIRD AN NEUEN BAHNSTEIGEN UND AUCH AM EMPFANGSGEBÄUDE. DER ALTE HALLENCHARAKTER SOLL WIEDER HERGESTELLT WERDEN.

BREMERHAVEN - Der Hauptbahnhof Bremerhaven soll bis Sommer 2010 – pünktlich zur Segler-Parade "Sail" – für rund acht Millionen Euro saniert werden. Im Mittelpunkt des Projektes stehen der behindertengerechte Ausbau der Bahnsteige sowie die Restaurierung des historischen Gebäudes, sagte ein Bahnsprecher am Montag beim offiziellen Baubeginn.

Zudem sollen zwei neue Mittelbahnsteige entstehen, die barrierefrei durch zwei Aufzüge vom Personentunnel aus erreichbar sein werden.

Während der Sanierungsarbeiten ist nach Angaben der Bahn AG mit Zugverspätungen und -ausfällen zu rechnen. Das Land Bremen und die Deutsche Bahn finanzieren das Projekt gemeinsam mit der Stadt Bremerhaven.

Das Vorhaben ist umstritten. Die Hauptkritik entzündet sich vor allem an der geplanten Verkürzung der Bahnsteige. Mit einer Länge von 210 Metern sind sie zu kurz für herkömmliche ICE-Züge.

Die Industrie- und Handelskammer und andere Organisationen fordern von der Bahn seit Jahren, dass Bremerhaven wieder eine schnelle ICE-Verbindung bekommt. Die Bahn hatte das Zugangebot für die Stadt auf Regionalbahn- und Regional-Express-Verbindungen reduziert.

Gleichwohl betont das Land Bremen die "große Bedeutung guter Verkehrsverbindungen" zwischen Bremen und Bremerhaven. "Ein attraktiver Hauptbahnhof in Bremerhaven ist ein wichtiger Baustein, um für weiter steigende Fahrgastzahlen zu sorgen", sagte Staatsrat Wolfgang Golasowski (Bau- und Verkehrssenat) am Montag.

Parallel zum kompletten Umbau der Bahnsteige will die Bahn auch wieder den ursprünglichen Zugang in der Mitte des historischen Gebäudes öffnen. Der Haupteingang soll in die Mittelachse des Bahnhofs verlegt werden, um den ursprünglichen Hallencharakter wieder herzustellen. Die Stadt lässt deswegen den Bahnhofsvorplatz teilweise neu gestalten.


Quelle: Nordwest-Zeitung - Lesen Sie den Artikel nach unter: NWZonline

Die Veröffentlichung geschieht mit freundlicher Genehmigung der NORDWEST-ZEITUNG VERLAGSGESELLSCHAFT MBH & CO. KG, Oldenburg