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Pressemitteilung VCD Bremerhaven 18.09.2009

VCD Kreisverband Bremerhaven - PRO BAHN Landesverband Bremen

Gemeinsame Pressemitteilung

Zum bevorstehenden Umbau des Bremerhavener Hauptbahnhofs:

Bremerhavens Hauptbahnhof soll die mit Abstand kürzesten Bahnsteige aller Großstädte bekommen

VCD und PRO BAHN fordern Bahn auf, Rückbau zu unterlassen

Demontage gefährdet Rückkehr des Fernverkehrs - Politik soll eingreifen

18.09.2009

Bremerhaven/Bremen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Kreisverband Bremerhaven, und der PRO BAHN-Landesverband Bremen fordern die Deutsche Bahn AG auf, die geplante drastische Verkürzung der Bahnsteige im Bremerhavener Hauptbahnhof von 400 auf 210 Meter zu unterlassen.

"Damit wird die Rückkehr von Fernverkehrszügen erheblich gefährdet, wenn nicht gar unmöglich gemacht", prophezeit VCD-Sprecher Jens Volkmann. "Fernverkehrszüge sind oft bis zu zwölf Wagen lang, das entspricht 316 Meter. Ein ICE 1 ist sogar 358 Meter lang. Würden diese Pläne umgesetzt, hätten nicht einmal mehr acht Wagen Platz", kritisiert Dr. Jürgen Klimpel, Vorsitzender von PRO BAHN Bremen.

Die Rechtfertigung der zuständigen DB Station & Service AG, dass derzeit ja kein Fernverkehr stattfinde, lässt der VCD nicht gelten: "Das Bahnhofsmanagement der Stadt Gera hat bei der kürzlich erfolgten Sanierung des Geraer Hauptbahnhofes Wert auf lange Bahnsteige gelegt. Man wolle für eine mögliche Rückkehr des Schienenfernverkehrs gewappnet sein", erfuhr Volkmann vom Leiter des Bahnhofsmanagements Gera, Gerd Tucholka. Daher hat man Bahnsteige mit einer Länge von 395 und 355 errichten lassen. Gera wurde wie Bremerhaven im Jahre 2001 vom DB-Fernverkehr abgekoppelt.

PRO BAHN-Landesvorsitzender Klimpel: "Auch mit Blick auf Großereignisse wie zum Beispiel die Sail 2010 würde die Möglichkeit verbaut werden, dass Bremerhaven weiterhin mit längeren Sonderzügen angefahren werden kann. Im Sinne der Daseinsvorsorge erhoffen und erwarten wir von den politischen Entscheidungsträgern Bremerhavens, den Abrißplänen der börsenorientierten Deutschen Bahn AG entschlossenen Widerstand entgegenzusetzen." "Wir wollen einen funktionsfähigen Hauptbahnhof behalten, der seiner oberzentralen Funktion gerecht wird und auch Platz für Fernverkehrszüge bietet. Das ist das Mindeste, was man erwarten kann", unterstreicht Volkmann.

 

Für Rückfragen:

Jens Volkmann

Tel. 0170 5971160

Dr. Jürgen Klimpel

Tel. 0421 254574