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Vorteile des „Schulbusses auf Füßen“

Der "Schulbus auf Füßen" macht Spaß

Es gibt zu jeder Jahreszeit auf dem Schulweg eine Menge zu entdecken, und man kann sich mit seinen Freunden darüber unterhalten.

"Der Schulbus auf Füßen" ist sicher

Eine Gruppe wird von den anderen Verkehrs­teilnehmern viel besser wahrgenommen als einzelne Ver­kehrsteilnehmer. Eine Kennzeichnung der teilnehmenden Kinder (z.B. Warnwesten, Mützen, reflektie­rende Bänder) erhöht außerdem die Sichtbarkeit des „Schulbusses auf Füßen“ für die Autofahrer.

Erfahrungsgemäß halten die meisten Auto­fahrer auch an Stellen, an denen sie nicht warte­pflichtig sind, wenn eine Kinder­gruppe die Straße überqueren möchte.

Oftmals sind die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, angespannt, weil sie mit Zeitdruck unterwegs sind und außerdem die Straße verstopft ist, weil sie gerade keinen Parkplatz finden, weil möglicherweise auch noch ein Kind quengelt. Ihre Konzentration auf den Verkehr wird dadurch beeinträchtigt. Dadurch, dass Kinder zu Fuß zur Schule gehen, reduziert sich der Bring- und Abholverkehr. Weniger Bring- und Abholverkehr trägt zur Entspannung der Parkplatzsituation bei, verringert die Verkehrsdichte und trägt so dazu bei, dass sich die Fahrer besser auf den Verkehr konzentrieren können. Alles zusammen bewirkt, dass die Überquerung der Straßen vor den Schulen sicherer wird und das allgemeine Unfallrisiko sinkt.

Der "Schulbus auf Füßen" ist gesund

Sportwissenschaftler gehen davon aus, dass aus gesundheitlicher Sicht eine Steigerung der Alltagsakti­vitäten, z.B. Schulwege und Botengänge, wesentlich ist, um die medizinisch notwendigen Bewegungszeiten von Kindern zu erhalten. Diese Bewegungsumfänge von Kindern (6 bis 12 Jahre) sind von drei bis vier Stunden in den siebziger Jahren auf heutzutage ca. eine Stunde pro Tag zurückgegangen.
Durch das Mitgehen beim „Schulbus auf Füßen“ kann die Bewegungszeit je nach Weglänge um etwa 30 Minuten täglich erhöht werden. Außerdem wird das Zufußgehen von den Kindern als etwas Normales erlebt. Dadurch kann ihre natürliche Bewegungsfreude wieder geweckt werden, und sie gehen auch andere Wege lieber zu Fuß.

Der tägliche Fußweg stärkt die Abwehrkräfte, fördert die motorische Entwicklung und hilft, Haltungsschäden und Übergewicht vorzubeugen. Eine norwegische Untersuchung hat nachgewiesen, dass der zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegte Schulweg deutliche positive Auswirkungen auf die motorischen Fähigkeiten der Kinder hat. 

Der "Schulbus auf Füßen" macht schlau

Durch die Bewegung an der frischen Luft werden die Kinder richtig wach und können sich schon auf dem Weg austauschen. Im Unterricht sind sie weniger aufgedreht und können dem Unterricht konzentrierter folgen. Ist die Klasse ruhiger, kann der Lehrer bzw. die Lehrerin den Unterrichtsstoff intensiver vermitteln. Die Kinder bekommen ein Gefühl für „Zeit“. Sie erleben die Jahreszeiten und das Wetter intensiver.

Laufen und Gehen fördern das räumliche Denken - eine wichtige Voraussetzung dafür, später gute Leistungen in Mathematik zu erzielen.

Der "Schulbus auf Füßen" spart Zeit

Statt jeden Tag Ihre Kinder früh und mittags selbst zu begleiten, sind Sie seltener an der Reihe. Sofern für den „Schulbus“ beispielsweise nur eine Begleitperson notwendig ist und fünf Begleiter zur Verfügung stehen, begleitet jeder nur einmal pro Woche.

Der "Schulbus auf Füßen" fördert die Selbstständigkeit

Kinder bewegen sich heute zunehmend weniger und haben weniger eigene Erfahrungen und Fertigkeiten. Das liegt daran, dass sie häufiger transportiert werden. "Hier öffnet sich ein Teufelskreis", umreißt Prof. Krista Mertens vom Institut für Rehabilitationswissenschaften an der Humboldt-Universität die Prob­lema­tik, "die Kinder haben keine Gelegenheit mehr, Erfahrungen zu sammeln. Sie lernen nicht, Gefahren rechtzeitig zu bemerken, sie richtig einzu­schätzen und entsprechend zu reagieren. Dadurch werden sie unsicher und sind tatsächlich einem erhöhten Unfall­risiko ausgesetzt".

Im „Schulbus auf Füßen” lernen die Kinder, wie sie sich richtig im Verkehr verhalten sollen. Sie bereiten sich damit auf den selbstständigen Schulweg vor.
Wenn Ihr Kind dann später allein oder mit Freunden zur Schule geht, hat es den Schulweg schon oft geübt, und Sie wissen, dass Sie sich auf Ihr Kind verlassen können.

Wenn die Kinder sicher genug sind und als unbegleitete Gruppe gehen können, stärkt das ihr Selbstvertrauen, und sie bekommen auch in anderen Bereichen mehr Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.

Außerdem möchten gerade Kinder, die in die Schule gekommen sind, beweisen, dass sie schon groß und selbstständig sind. Sie sind auf alles stolz, was sie allein können. Oftmals ist es ihnen sogar unangenehm, von einem Erwachsenen zur Schule gebracht zu werden. Wenn die Kinder nach einiger Zeit als unbegleitete Gruppe gehen, drücken ihre Eltern ihnen damit auch ihr Zutrauen aus und stärken damit das Selbstbewusstsein der Kinder.

Der "Schulbus auf Füßen" fördert die soziale Kompetenz der Kinder

Kinder, die als Gruppe zur Schule gehen, müssen pünktlich an den Haltestellen warten und beim Laufen darauf achten, nicht zu trödeln. Schaffen sie das nicht, müssen die anderen Kinder warten oder kommen sogar zu spät zur Schule. Dadurch werden den Kindern Werte wie Rücksichtnahme auf andere, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit vermittelt. Das stärkt bei den Kindern die Entwicklung von Verantwortungsgefühl für die Gruppe und somit ihre soziale Kompetenz.

Indem die Kinder im „Schulbus auf Füßen“ abwechselnd verschiedene Rollen (Busfahrer, Mitfahrer, Kontrolleur, Schaffner) übernehmen können, können sie sich in dieser Rolle ausprobieren. Sie übernehmen Aufgaben für die Gruppe und werden von den anderen in ihrer Rolle anerkannt, was sich positiv auf ihr Selbstbewusstsein auswirken kann.

Der "Schulbus auf Füßen" ist preiswert

Durch den „Schulbus auf Füßen“ entstehen keine zusätzlichen Kosten. Er muss nicht tanken, kostet keine Steuer, keine Versicherung und muss nicht repariert werden.

Der "Schulbus auf Füßen" lässt den Kindern Zeit

Nach der Schule tauschen sich die Kinder aus, verabschieden sich langsam von ihren Schulkameraden und stimmen sich auf den Nachmittag zu Hause ein.